Die Reitgruppe richtet sich an Menschen mit körperlichen Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.
Je nach Krankheitsbild bzw. Art der körperlichen Bewegungseinschränkung umfasst die sportliche Betätigung das Schrittreiten auf dem geführten Pferd oder auch die selbständige Trabarbeit ohne Pferdeführerin.
Ziel ist es, die Körperhaltung, das Gleichgewicht und das eigene Körperempfinden zu verbessern und die reitsportlichen Fähigkeiten zu erweitern. Auch der Kontakt zum Partner „Pferd“ und die freundschaftliche Verbundenheit in der Gruppe spielen eine große Rolle.
Zunächst von der Pferdeführerin begleitet, kann der Reiter sich ganz auf sein Körperempfinden einlassen und nachspüren, wie sich Lockerung und Beweglichkeit entwickeln. Beim Schrittreiten wird die Gangbewegung des Pferdes im 4-Takt auf den menschlichen Körper übertragen. Dem Reiter kann so das Gefühl vermittelt werden, selbst zu laufen, da der Schritt-Bewegungsablauf des Pferdes dem des Menschen sehr ähnelt. Alle Gliedmaßen sowie der Rumpf des Reiters werden passiv bewegt, wodurch eine Lockerung der Muskulatur, verbunden mit einer psychischen Entspannung bewirkt wird. Gleichzeitig wird der Gleichgewichtssinn angesprochen: Der Reiter lernt zu erspüren, wann er im Gleichgewicht auf dem Sattel sitzt und wie er bequem dem Bewegungsablauf des Pferdes folgen kann.
Nach einer Aufwärmphase erfolgt ein individuelles Training mit aktivem Schritt- bzw. Trabreiten durch den Reiter und jeweils an das Krankheitsbild angepaßten reiterlichen Aufgaben.
Geleitet wird die Gruppe durch zwei lizenzierte Ausbilderinnen im Behindertenreitsport, die von zwei Pferdeführerinnen unterstützt werden.
Die Übungsstunden finden jeden Dienstag von 19.00-21.00 Uhr im behindertengerecht ausgestatteten Reittherapiezentrum des Alexianer-Krankenhauses statt. Hier stehen der Gruppe zwei Therapie-Pferde zur Verfügung.