Bericht über das Schnupperseminar vom 21.-22. April 2007
Schon lange hatten wir uns in der Staffel Gedanken über möglichen
Nachwuchs gemacht. Unsere Hunde kommen langsam in ein Alter, wo man
schon mal über den zukünftigen „Ruhestand“ nachdenkt. Einige „Youngster“
sind zwar mittlerweile dazugekommen, doch das reicht für die Zukunft
nicht aus. So entschlossen wir uns, ein Schnupperwochenende anzubieten,
um einerseits Interessierten unsere Arbeit im DRK vorzustellen und
andererseits geeignete Mensch-Hund-Teams zu finden.
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Zeitungsartikel vom 8. Mai 2007 zur Hundeprüfung in Meschede
Bitte anklicken!
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Ganztagsübung 2006
– ein ganz persönlicher Rückblick von Reinhold E. Miethe –
Das Jahr 2006 neigt sich allmählich dem Ende zu. Pläne für das
nächste Jahr werden geschmiedet, aber auch Rückblicke sind angesagt. Was
ist bei mir, dem Senior der Münsteraner Rettungshundegruppe des DRK,
neben den Eindrücken aus den Sucheinsätzen im Gedächtnis aus 2006
präsent: Na ja, in erster Linie die sog. GTÜ. Manche sagen dazu „Ganz
toller Übungstag“, richtig ist es aber: Ganztagsübung. Bei dieser werden
Hundeführer, Rettungshunde und Helfer einen langen Tag gefordert und
sollen feststellen, wo ihre Grenzen liegen, wo sie und die Rettungshunde
körperlich und ausbildungsmäßig stehen.
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Rettungshundeprüfung 2005
Ein Erfahrungsbericht von Ralph Albersmann
Es ist Samstagmorgen 04:30 Uhr, der Wecker geht. Mein Border-Collie
"Jack" liegt auf seiner Decke neben meinem Bett und schaut mich
verschlafen an. Er weiß noch nicht, was heute noch alles so zu leisten
ist und legt seinen Kopf schnell wieder hin. Nach einer Dusche bin ich
fit für den Prüfungstag. Ich habe meine DRK-Einsatzkleidung aus dem
Schrank geholt, spätestens jetzt ist alles klar für Jack: es geht zum
Training, denkt er... Die Suche nach Menschen ist seine
Lieblingsbeschäftigung, und das zu jeder Zeit. Ein kleines Frühstück,
die Hundebox in den Kofferraum meines Kombi und dann ab zum Prüfungsort.
Ein
Rettungshundeteam besteht immer aus Hundeführer und Hund oder anders
gesagt, aus Hund und Hundeführer. Mein Hund Jack und ich werden
gemeinsam geprüft. Das Team muß zueinander passen, sich blind verstehen
und die Schwächen und Stärken des anderen kennen. Der Hundeführer muss
seinen Hund "lesen" können.
Nach einer kurzen, freundlichen Begrüßung durch die Prüfer und den
Prüfungsleiter müssen wir Prüflinge einen Test zu verschiedenen Themen
bestehen. Erste Hilfe am Menschen, erste Hilfe am Hund, Einsatztaktik
und Funk sind nur einige Bereiche, zu denen Fragen beantwortet werden
müssen.
Jetzt hat Jack seinen ersten Auftritt. Die Prüfer schauen sich genau
das Anzeigeverhalten der Hunde an. Einer der besonders wichtigen Punkte
der Prüfung, denn nur wenn ein Hund die Anzeige sicher beherrscht, kann
der Hundeführer erkennen, dass eine Person gefunden wurde. Jack ist der
erste geprüfte Rückverweiser/Freiverweiser im DRK-Landesverband
Westfalen-Lippe. Diese Anzeigeart ist besonders opferschonend, da der
Hund nicht beim Opfer verbleibt und bellt bis sein Hundeführer
eingetroffen ist. Stattdessen pendelt er zwischen der aufgefundenen
Person und mir, bis ich beim Opfer bin. Er legt sich dann auf Sichtweite
neben das Opfer in die Ablage. Das nachfolgende Spielen und Zerren an
einer Lederbeißwurst ist seine Bestätigung und Belohnung.
Danach geht's weiter mit der Unterordnung. Sitz, Steh, Platz und
Freifolge u.a. in einer Gruppe gehören ebenso wie eine Trageübung durch
eine Fremdperson noch zum Prüfungsablauf, um im Einsatz auf alle
Situationen vorbereitet zu sein.
Es hat immer mal wieder etwas geregnet. Kein besonders schöner Tag,
aber für die Sucharbeit der Hunde, die jetzt als nächstes ansteht, sind
die Voraussetzungen nicht schlecht. Der Prüfer schildert eine "Lage" und
dann ist es an mir, möglichst viele Informationen zu bekommen, z.B. zur
vermissten Person, zum Suchgebiet und zu den Umständen des
Verschwindens. Aus den gewonnenen Angaben und nach Durchsicht der
Landkarten ist eine Einsatztaktik zu wählen und dem Prüfer mitzuteilen.
Jetzt kann die Suche staren. Jack löst sich gut und arbeitet den Wald
von links nach rechts durch. Die Grundlinie zuerst, dann weiter in den
Wald hinein. Er läßt sich gut durch Sichtzeichen lenken und nach wenigen
Minuten kommt er mit starrem, mich fixierenden Blick zielstrebig auf
mich zu. Mir ist jetzt schon klar: er hat gefunden und wird mich gleich
anbellen. Er bellt! Einmal, zweimal, dreimal. Ich denke, der Prüfer hat
es auch klar gehört und ich bestätige dem Prüfer die Anzeige. Jack läuft
im Eiltempo Richtung Opfer und zeigt wunderbar das Freiverweisen. Am
Opfer angekommen muss ich Erste Hilfe leisten und die Vitalfunktionen
prüfen. Ein kleiner Trick hilft mir immer dabei: Die Musikgruppe BAP ist
eine gute Eselsbrücke. BAP = Bewußtsein, Atmung, Puls! In dieser
Reihenfolge muss das Opfer untersucht werden. Nach der Erstversorgung
wird dann über Funk die Einsatzleitung (in diesem Fall der Prüfer)
informiert.
Da das Suchgebiet noch nicht ganz durchsucht ist, müssen wir die Suche
fortsetzen. Wir finden eine weitere Person und haben dann die Prüfung
bestanden. Mit Jack wird zur Belohnung eine Runde extra wild gespielt
und ich bin vom Prüfungsstreß platt.
Das schönste an einem Prüfungstag ist der Abend, wenn man mit den
Staffelfreunden feiert, denn Rettungshundeausbildung und auch die
Einsätze sind immer Teamarbeit einer gesamten Rettungshundegruppe. Nur
zusammen sind wir stark...