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Der Eignungstest 2008

Im Mai 2008 begann Alles! Mein Wunsch bei der Rettungshundestaffel Münster-Nienberge meine Probezeit beginnen zu dürfen wurde war. Voraussetzung für die Ausbildung ist ein bestandener Eignungstest. Am 30.11.2008 war es so weit, Simone Tork mit Lee (10 Monaten), Bernd Rosenkranz mit Kira (12 Monate) und Svenja Nötzold (Ich) mit Ginger (19 Monaten) stellten sich dem Eignungstest.



Den ersten Advent verbrachten wir also in Herscheid, in der eisigen Kälte des Novembers. Um 6:00 Uhr war aufstehen angesagt, doch Ginger und ich waren nicht sehr begeistert davon. Noch schnell auf Hunderunde und es ging los!

Der Eignungstest fand auf dem Gelände der Straßenmeisterei in Herscheid statt. Das passende Wetter hatten wir natürlich auch, Regen, Schnee und Wind, doch davon ließen wir uns natürlich nicht abhalten. Trotz des „schönen“ Wetters fingen wir pünktlich um 9:30 Uhr an. Anschließend folgte eine freundliche und kurze Unterweisung von Seiten der Prüfer. Insgesamt stellten sich 10 Hundeteams dem Eignungstest. Mit zitternden Knien stand ich da (nicht nur weil es kalt war) und schaute mir die anderen Hunde an. Irgendwann war es mit dem zuschauen zu Ende und die Lage wurde ernst, Ginger und ich waren an der Reihe.

Als erstes wurde das Verhalten gegenüber einer Fremdpersonengruppe geprüft. Fünf fremde Menschen stellten sich in einem Kreis auf und riefen und lockten den Hund zu sich. Der erste Durchlauf erfolgte mit Futter und Namen des Hundes. Der zweite Durchgang erfolgte mit Spielzeug, dass der Hundeführer mitgebracht hatte. Der Hundeführer darf seinen Hund dabei nicht beeinflussen. Anschließend stand der Hundeführermit seinem Hund in der Mitte und die Fremdpersonen schlossen den Kreis. Dies geschah in drei verschieden Geschwindigkeitsstufen, im Normalschritt, im Schnellschritt und im Laufschritt. Nun wurde der Hund von einer Person gerufen und diese spielte mit einem Gegenstand z.B Strick mit dem Hund. Hier konnte man gut beobachten wie viel Spieltrieb der Hund hat. Hierzu gehört auch, dass eine Fremdperson den Hund (mit Maulkorb) 20 Schritte vom Hundeführer weg auf dem Arm trägt. Für die nächste Übung brauchten wir dann einen „Stuntman“. Eine Person lief vor dem Hundeführer unddem Hund her, schmiss sich unerwartet auf den Boden anschließend rannte sie schreiend weg. Bei Ginger machte sich ein großes Fragezeichen im Gesicht breit!

Als zweiter Teil folgte das Verhalten bei optischen Umwelteinwirkungen. Der Hundeführer und der Hund mussten unter einem schwebenden Tuch gehen. Eine rollende Tonne kam auf Hund und Hundeführer zu. Eine Fremdperson öffnete plötzlich einen Schirm. Als letzte Übung für diesen Teil ging eine humpelnde Person, die sich ein großes Tuch um geworfen hatte, dass im Wind wehte, an Hund und Hundeführer vorbei.

Als dritter Teil wurde das Verhalten bei akustischen Einwirkungen geprüft. Am Anfang fuhr ein hupendes Auto an dem Hundeführer und dem Hund vorbei. Es wurde mit einem Hammer auf eine Metalltonne geschlagen. Als letztes musste der Hund neben einem laufenden Laubgebläse laufen, da der Rasenmähernicht anspringen wollte. Kein Wunder bei der Kälte! Als vierter Teil wurde die Gewandtheit der Hund getestet. Der Hundeführer führte seinen Hund über eine Holzbohle, durch einen Tunnel und über verschiedene Untergründe. Im Anschluss wurde der Verweistest gemacht. Der Hundeführer versteckte sich und rief seinen Hund. Ginger lief zielstrebig auf mich zuund ließ sich auch nicht von einer Tonne, die den Weg versperrte, beirren. Nachdem dann alle zehn Hunde diese Stationen durchlaufen hatten, folgte die Überprüfung der Verträglichkeit mit anderen Hunden. Alle Hundeführer stellten sich mit ihren Hunden in einen großen Kreis und jeder Hund musste einmal mit dem Hundeführer und einmal mit einer Fremdperson Slalom um die anderen Hunde laufen.

Als letztes wurde das Verhalten bei Feuer und Rauch geprüft. Alles was wir sehen konnten war etwas Rauch, durch den die Hunde unerschrocken durchgingen. Mittlerweile war es 15.00 Uhr geworden und in uns Allen konnte keiner mehr ein Feuer entfachen. Wir waren Alle durchgefroren! Die Prüfer zogen sich in ein warmes Plätzchen zur Beratung zurück! Um 16.00 Uhr stand es fest! Alle drei Hundeteams aus unserer Staffel hatten den Eignungstest bestanden! Es machte sich Freude und Erleichterung breit. Ich möchte einfach Danke sagen, meiner Ausbilderin, die uns während des ganzen Tages den Rücken gestärkt hat. Danke auch an alle Staffelmitglieder fürs Daumendrücken. Es hat sich gelohnt!

Svenja (15 Jahre) und Ginger

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