Flächensuche bedeutet die Suche nach vermissten Personen in
unübersichtlichen und oft schwer zugänglichen Gelände (häufig Wald). Es
werden verwirrte, suizidgefährdete, verirrte oder unter Schock stehende
(z.B. nach Unfall) Personen gesucht. Wir sind der Meinung, dass der
Hund alle im Suchgebiet befindlichen Personen anzeigen muss. D.h. auch
Personen, die sich im Suchgebiet fortbewegen. Woher wissen wir, dass
die Person, die sich im Gelände fortbewegt, nicht die vermisste Person
ist? Ein "Überlaufen" des Hundes, d.h. der Hund zeigt diese Person
nicht an, da er es nicht gelernt hat, halten wir für äußerst fatal.
In der Regel müssen große Areale weiträumig abgesucht werden, die es
notwendig machen, dass der Hund sich vom Hundeführer auch weit
entfernt. Ein selbstständiges Suchen des Hundes ist neben seiner
Führigkeit auch hier zwingend notwendig.
Der Hund arbeitet ohne Halsband und Leine. Er trägt eine Kenndecke mit
Glöckchen und Blinklicht. So wird der Hund auch auf größere Entfernung
noch gehört, bzw. in der Nacht gesehen. Die Distanz zwischen Hund und
Hundeführer darf aber nicht zu groß sein. Der Hundeführer muss in der
Lage sein, seinen Hund über Sicht- und Hörzeichen zu lenken. Zudem muss
er erkennen, welche Abschnitte der Hund bereits abgesucht hat.
Die Anzeigearten in der Flächensuche sind Verbellen, Rückverweisen und
Bringseln. Unsere Hunde arbeiten als Verbeller oder Rückverweiser.
Es gibt im wesentlichen vier unterschiedliche Suchsysteme:
Wegesuche
Bei der Wegesuche suchen mehrere Hundeteams die Flächen entlang eines
Weges ab. Es wird rechts und links des Weges bis zu 100 Meter tief
parallel gesucht. Der Hundeführer befindet sich bei dieser Suchart im
Suchgebiet, nicht auf dem Weg.
Parzellensuche
Hier wird das Suchgebiet in mehrere Parzellen aufgeteilt, die von ein
bis zwei Hundeteams abgesucht werden. Als Gebietseingrenzung
werden z. B. Bäche, Wege, Straßen, Eisenbahnschienen,
Ackerflächen genutzt.
Suchkette
Bei der Suchkette wird eine bestimmte Fläche systematisch abgesucht.
Dabei bilden die Teams eine Kette und bewegen sich alle in gleicher
Geschwindigkeit vorwärts. Hierbei gibt das langsamste Team das Tempo an.
Hangquersuche
Bei der Hangquersuche wird auf den Höhenlinien entlang versetzt
gesucht. Je nach Gelände beträgt der Höhenabstand ca. 50 Meter, der
lineare Abstand zu den Teams beträgt auch je 50 Meter. Die Teams suchen
nach oben schräg versetzt.