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Setze ein Zeichen und werde Kleiderspender.

Danke, dass Sie uns Kleider spenden! Wir betreiben die Altkleidersammlung aus zwei Gründen. Einerseits erhalten wir dadurch genug gut erhaltene Kleidung, die wir in unserem Kleiderladen zu günstigen Preisen anbieten können. Andererseits generieren wir durch den Verkauf der Überschüsse freie Mittel für soziale Projekte, den Katastrophenschutz, das Jugendrotkreuz oder die Altenhilfe. Diese Einnahmen sind eine wichtige Quelle zur Finanzierung unserer Arbeit.

Wo kann ich Kleidung spenden?

Wir nehmen Ihre gut erhaltene Spende gerne persönlich im DRK-Kleiderladen an der Wolbecker Straße 21 entgegen. Die Geschäftszeiten sind Montag-Freitag von 10-18 Uhr sowie Samstag von 10-14 Uhr. Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie Ihre Spende in der DRK-Geschäftsstelle in der Zumsandestraße 25/27 abgeben.

Daneben stehen Ihnen auch die über 20 DRK-Altkleidercontainer an vielen Standorten in Münster zur Verfügung. 

Wie läuft die Sammlung ab?

Alle Direktspenden, die Sie im Kleiderladen oder in der Geschäftsstelle abgeben, werden vom DRK sortiert. Besonders gut erhaltene Kleidungsstücke werden in unserem DRK-Kleiderladen Münster verkauft. Den Rest der gespendeten Kleidung verkaufen wir an ein Verwertungsunternehmen. Dort werden die Textilien nach unterschiedlichen Qualitäten sortiert. Rund 10 Prozent sind Abfall, rund 35 Prozent sind nicht mehr als Kleidung zu tragen - und werden zu Dämmstoffen oder Putzlappen verarbeitet. Rund 55 Prozent sind als Kleidung noch tragbar – und werden als Secondhandware in unterschiedliche Länder exportiert und dort verkauft. Die Erlöse, die das Rote Kreuz damit erzielt, fließen in unsere satzungsgemäßen Aufgaben.

Wem kommt die Kleidung zugute?

Neben dem Verkauf in unserem eigenen Kleiderladen und an ein Verwertungsunternehmen wird gespendete Kleidung teilweise auch bei akuten Notlagen eingesetzt. Der DRK-Katastrophenschutz stellt den Betroffenen dann Kleidung und Heimtextilien zur Verfügung.

Werden Altkleider für die internationale Katastrophenhilfe benötigt?

Nein. Altkleider in sehr weit entfernt gelegene Katastrophengebiete, beispielsweise nach Haiti oder Japan, zu fliegen ist logistisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll. Dort herrschen in der Regel ganz andere klimatische Verhältnisse als in Deutschland - und die Menschen haben ganz andere Kleidergrößen. Zudem muss es in solchen Situationen sehr schnell gehen und die Luftfrachtkosten würden in unangemessenem Verhältnis zum Wert der Hilfsgüter stehen. Das Rote Kreuz geht daher einen anderen Weg - und kauft Kleider für Hilfebedürftige, wenn möglich, in einer dem Katastrophengebiet naheliegenden Region und unterstützt damit auch die regionale Wirtschaft.

Sind Altkleider-Exporte nach Afrika als Handelsware vertretbar?

Das DRK hat sich im Rahmen seiner bundesweiten Transparenz-Initiative selbst die Frage gestellt, ob diese Exporte vertretbar sind – und haben zahlreiche seriöse Gutachten und Studien dazu gesichtet. Das Ergebnis ist: Die Vorwürfe, Altkleiderexporte hätten die Textilindustrie in afrikanischen Ländern ruiniert, gelten heute als überholt. Altkleiderexporte sind nicht ursächlich dafür verantwortlich, dass es in Afrika kaum eigene Textilproduktion gibt. Vielmehr gibt es ein ganzes Bündel an Ursachen: problematische Produktionsbedingungen, häufiger Stromausfall, unregelmäßige Wasserversorgung, keine Ersatzteile – aber auch die Streichung von Subventionen an die Textilbetriebe ab Anfang der 80er Jahre.

In der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion heißt es zu dem Thema, der Rückgang der lokalen Produktion sei zum Teil auch auf "wirtschaftliche und handelspolitische Probleme des jeweiligen Entwicklungslandes" zurückzuführen. Dazu zählten unter anderem "mangelnde Produktivität von Betrieben", staatliche Eingriffe und Wettbewerbsverzerrungen durch Importzölle. Gleichzeitig sind in Afrika durch die Weiterverarbeitung von gebrauchten Kleidern auch neue Arbeitsplätze entstanden, da eine große Anzahl von Menschen vom Handel oder dem Umarbeiten dieser Kleidung lebt. Darüber hinaus sollte man beim Thema Altkleiderexporte auch den Umweltaspekt berücksichtigen. Es ist besser, den Kleidern ein zweites Leben zu geben, als sie auf den Müll zu werfen und unter Verbrauch wichtiger Rohstoffe ständig neue Kleider zu produzieren.

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