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23. März 19

15 Verletzte nach Explosion im Chemieunterricht - DRK Münster, Feuerwehr Münster und Clemenshospital üben gemeinsam für den Ernstfall

Am Samstag findet im Stadtgebiet Münster eine geplante Übung eines so genannten „Massenanfalls von Verletzten“ (MANV) statt. Das Übungsszenario sieht vor, dass es in einer Schulklasse während des Chemieunterrichts bei einem praktischen Versuch zu einer Explosion gekommen ist. Dadurch stürzt ein Teil des Klassenraums ein. 30 Menschen sind direkt betroffen, 15 werden dabei teils schwer verletzt. Notfalldarsteller der Johanniter-Akademie spielen diese 30 Personen so realitätsnah wie möglich. Als Übungsraum fungiert die Stadthalle Hiltrup.


„Aufgabe der alarmierten ehrenamtlichen Rettungskräfte ist es dann zunächst, die Betroffenen und Verletzten zu sichten und je nach Schwere der Verletzung in verschiedene Kategorien einzuteilen. Wichtig ist es auch, die Menschen aus dem Gefahrenbereich heraus zu holen und an einem sicheren Ort medizinisch zu versorgen und zu betreuen.“, erläutert DRK-Organisator Patrick Wolke. Um die weitere Rettungskette für alle Einsatzkräfte erfahrbar zu machen, werden die 15 Patienten nach der Erstversorgung mit – ebenfalls ehrenamtlich besetzten – Rettungswagen ins Clemenshospital transportiert.


„Wichtiger Übungsbestandteil ist die Umsetzung des neuen Konzepts der Feuerwehr Münster zur Versorgung einer Vielzahl von Verletzten“, so Feuerwehr-Pressesprecher Jörg Rosenkranz. Auch der ortsansässige Löschzug Hiltrup ist zur technischen Rettung der Betroffenen und Verletzten aus dem Gefahrenbereich beteiligt.


Im Clemenshospital wird zunächst wie in einem tatsächlichen Ernstfall der Alarm-Server aktiviert. Hierbei handelt es sich um ein computergestütztes System, mit dem alle Klinikmitarbeiter automatisch auf dem Handy über den Notfall informiert werden. „Dieses System hat sich zuletzt bei der Amokfahrt des Vorjahres bewährt. Die eintreffenden Mitarbeiter werden anhand eines bestehenden Alarmplans auf unterschiedliche Bereiche verteilt und entsprechend eingesetzt, nichts bleibt hierbei dem Zufall überlassen.“, erklärt Kliniksprecher Michael Bührke.


Die Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz, der Feuerwehr Münster und der Johanniter-Akademie gibt den Beteiligten im Clemenshospital die Möglichkeit, die Optimierung aller internen Abläufe sowie die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen unter realitätsnahen Bedingungen voranzutreiben. Von großer Bedeutung ist hierbei auch der Aspekt der Patientensicherheit, dem während der Übung besonderes Augenmerk geschenkt wird.


Insgesamt nehmen rund 100 Einsatzkräfte des DRK, der Feuerwehr Münster und der Johanniter-Akademie an der Übung teil. Im Clemenshospital üben ca. 150 bis 200 Mitarbeiter mit.

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