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24. Juli 20

Tragödie Duisburger Loveparade jährt sich zum 10. Mal

Foto: Rudolf Mrosek / DRK Rhein-Sieg

Heute vor genau 10 Jahren wurde ein fröhliches Fest innerhalb weniger Minuten zu einer Tragödie. 21 Menschen verloren ihr Leben, Hunderte wurden zum Teil schwer verletzt. Im Einsatz waren damals auch rund 30 Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes aus Münster, die dabei physisch und psychisch an ihre Grenzen gehen mussten.

Knapp 3.000 Helferinnen und Helfer aus Hilfsorganisationen und Feuerwehren standen damals bei Veranstaltungsbeginn zur Verfügung. Am Ende des Tages waren es mehr als 5.000 Einsatzkräfte, allein aus dem DRK-Landesverband Westfalen-Lippe waren fast 1.200 Ehrenamtliche in Duisburg und in verschiedenen Bereitstellungsräumen eingesetzt, um die erforderliche Rückfallebene für den Sanitätswachdienst zu schaffen.

Christoph Brodesser, Landeskatastrophenschutzbeauftragter und Abteilungsleiter Nationale Hilfsgesellschaft des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, erinnert sich an den Einsatz: "Für uns wurde die Loveparade in den folgenden Tagen und Wochen zum ersten großen Einsatz unserer psychosozialen Nachsorge für Einsatzkräfte. Das Duisburger Unglück hat deutlich gezeigt, wie nötig psychologische Erste Hilfe auch für Einsatzkräfte sein kann. Alle Beteiligten hatten sehr belastende Bilder und Eindrücke zu verarbeiten."

Bei der Loveparade waren allerdings nicht nur Sanitäter*innen, Rettungsdienstler*innen und Betreuer*innen im Einsatz bzw. in Bereitstellung. So hat das Rote Kreuz auch die zentrale Personenauskunftsstelle (PASS) unterstützt: 47 Einsatzkräfte des DRK-Suchdienstes aus acht westfälischen Kreisverbänden und dem Landesverband Westfalen-Lippe bearbeiteten in zwei Schichten rund 2.500 Anrufe.

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