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23. September 20

Forum „Zuhause finden“ diskutiert über Erfahrungen im Projekt

In Münster eine Wohnung finden. Das ist wirklich schwierig. Das gilt für geflüchtete und neuzugewanderte Menschen umso mehr. Zum Beispiel leben momentan knapp 1300 Menschen in den kommunalen Gemeinschaftsunterkünften. Und der Wohnungsmarkt in Münster wird immer angespannter. Das DRK-Projekt „Zuhause finden“ unterstützt geflüchtete und neuzugewanderte Menschen bei der Wohnungssuche und beim echten Ankommen in Münster.

Im Rahmen der Münsteraner Freiwilligentage haben beim Forum „Zuhause finden“ am Thema Interessierte miteinander über Probleme, Erfolge und Erfahrungen im Projekt diskutiert. Welche diskriminierenden Strukturen und Ausschlussmechanismen benachteiligen die Neuzugewanderten beim Zugang zu Wohnraum?

Victoria Jäger von unserem Kooperationspartner "Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung" (ESE) e. V. gestaltete als Gast-Referentin einen interaktiven und diskussionsreichen Workshop. Sie schärfte den Blick der Teilnehmenden darauf, wie Vorverurteilungen entstehen und wie sich Fremdheitskonstruktionen auswirken.

Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen durch das Allgemeine Gleichstellungsgesetz? Anhand von Forschungsergebnissen aus Köln und Mannheim verdeutlichte sie die erschwerten Zugangsbedingungen für Menschen, die sich mit einem „fremd klingenden“ Namen auf eine Wohnung bewerben. Sie zeigte aber auch, wodurch die Chancen erhöht werden können und wie dieser Benachteiligung entgegengetreten werden kann.

Die im Projekt „Zuhause finden“ Mitwirkenden reflektierten insbesondere die eigene Rolle als Mittler*innen und Fürsprecher*innen und diskutierten ihre Einflussmöglichkeiten.

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