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22. Dezember 20

Verabschiedung nach 35 Dienstjahren beim DRK-Hausnotruf: Konrad Segeler

V.l.n.r.: Paul Kemper, Andreas Kipper, Konrad Segeler, Florian Letzel

Angefangen hatte alles vor 35 Jahren mit einem leeren Schreibtisch in einem winzigen Büro. Konrad Segeler wurde vom Deutschen Roten Kreuz 1986 eingestellt, um den Hausnotruf in Münster ins Leben zu rufen. Der Sozialpädagoge begann sozusagen bei Null, denn das heute so bekannte und geschätzte System Hausnotruf steckte damals noch in den Kinderschuhen. Das DRK wollte mit dem neuen Angebot Menschen helfen und unterstützen, damit sie sich trotz Alter oder Krankheit in den eigenen vier Wänden sicher fühlen können. Das Gerät mit dem roten Knopf sollte seitdem für die rettende Verbindung zu den DRK-Mitarbeitenden in der Hausnotrufzentrale sorgen.

Was dann folgte, war eine kontinuierliche Entwicklung: Heute nehmen den DRK-Hausnotruf über 2.500 Menschen in der Region Westfalen, davon über 1.000 alleine in Münster, in Anspruch. Konrad Segeler hatte als Hausnotrufbeauftragter daran wesentlichen Anteil. Rund 10.000 Beratungen und Neuanschlüsse waren es in seiner Wirkzeit. Der Kontakt zu den Menschen war für ihn immer wesentlich. Denn er wusste, wie wichtig es war, die fremde, neue Technik gut zu erklären und für Vertrauen zu sorgen.

"Nach 35 tatkräftigen und erfolgreichen Jahren bedanken wir uns herzlich für das außerordentliche Engagement von Konrad Segeler, der sich bis zum letzten Tag mit dem DRK Münster und seiner Tätigkeit identifiziert hat, und verabschieden ihn nun in die wohlverdiente Rente", so Florian Letzel, Geschäftsführer der DRK Münster gemeinnützigen Pflege und Service GmbH. Das Team der DRK-Hausnotrufzentrale schenkte ihm zum Abschied eine Erinnerungstafel - bestückt mit einem Hausnotrufgerät. Das Objekt, um welches sich sein Wirken all die 35 Jahre gedreht hat.

Und worauf freut sich Konrad Segeler nun besonders? "Nach dem letzten, nochmals sehr herausfordernden Jahr ist es eine gute Aussicht, dass ich nun erstmal zur Ruhe kommen und einfach abschalten kann. Meinem großen Hobby, der Musik, werde ich mich weiterhin widmen und dafür ja auch mehr Zeit haben.", freut sich Segeler. Denn er spielt Horn und Trompete in verschiedenen Bands. Und ans Meer will er reisen, wenn es bald wieder möglich sein wird.

Danke, Konrad! Auf Wiedersehen.

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