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30. Dezember 20

Zeitenwechsel: Ehrenamtlicher Rettungsdienst an der „Wache 8“ endet zum Jahresende

V.l.n.r.: Ingo Schild (ASB), Patrick Wolke (DRK), Tom Unger (JUH) und Tim C. Berg (MHD).

Nach 15 Jahren rückt der Rettungswagen ein letztes Mal aus.

Am 30. September 2005 begann an der „Wache 8“, dem Standort des Deutschen Roten Kreuzes an der Zumsandestraße in Münster, die erste Schicht. Am 31. Dezember 2020 wird der hier an den Wochenenden stationierte, rein ehrenamtlich besetzte Rettungswagen ein letztes Mal ausrücken.

Mehr als 15 Jahre lang ergänzten Einsatzkräfte der vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) damit Münsters Notfallrettung. Jeweils von Freitag bis Sonntag nahmen sie im Auftrag der Stadt Münster in drei Schichten einen Rettungswagen in Dienst, um das Gebiet rund um das Mauritz-Viertel und den Hauptbahnhof bis zur Innenstadt bei Notrufen über die 112 abzudecken. Von der Leitstelle der Feuerwehr erhielten sie jeweils ihre Aufträge.

„Unsere ehrenamtlichen Rettungsdienstler waren jederzeit gleichermaßen qualifiziert wie ihre hauptamtlichen Kollegen bei der Feuerwehr Münster. Und auf diese Weise konnten Sie ihre Praxiserfahrung kontinuierlich beibehalten, um auch für den ehrenamtlichen Einsatz auf Sanitätsdiensten oder im Katastrophenschutz vorbereitet zu sein“, erklärt der Sprecher der Hilfsorganisationen Tobias Jainta. Über 500 Einsätze gab es im Jahr 2020. „Wir bedanken uns herzlich bei allen Ehrenamtlichen für insgesamt rund 11.000 Einsätze in den vergangenen 15 Jahren“, so Jainta weiter.

Doch nun endet diese erfolgreiche Ära der ehrenamtlichen „Wache 8“, nicht aber die Zusammenarbeit. Seit vielen Jahren hatten ASB, DRK, JUH und MHD auf eine hauptamtliche Einbindung in Münsters Notfallrettung hingearbeitet, nun ist sie Realität: An sieben Tagen pro Woche, jeweils von 7 bis 24 Uhr, besetzen die Hilfsorganisationen mit eigenem hauptamtlichen Personal zwei Rettungswagen an den Wachen der Feuerwehr Münster. „Mit diesem großen Meilenstein wurde gleichzeitig allerdings das Ende der Wache 8 besiegelt“, bedauert Jainta den Wegfall dieses rein ehrenamtlichen Tätigkeitsfeldes der Hilfsorganisationen für Münsters Bürgerinnen und Bürger. „Damit unsere gut ausgebildeten ehrenamtlichen Rettungsdienstler aber weiterhin ihre Kenntnisse anwenden und Praxis sammeln können, haben wir gemeinsam mit der Feuerwehr eine Lösung gefunden. Sie können nun unterstützend bei den hauptamtlichen Kollegen auf den Rettungswagen der Feuerwehr mitfahren.“, so der Sprecher der Hilfsorganisationen.

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