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01. Juli 21

10 Jahre Bundesfreiwilligendienst - Anderen Menschen helfen und eigene Kompetenzen ausbauen

Kinder in einer Kita betreuen, im Krankentransport mitarbeiten, Menschen mit Behinderung unterstützen, in einem Krankenhaus oder in einer Senioreneinrichtung mithelfen. So vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten. Vor zehn Jahren – am 1. Juli 2011 – ging der Bundesfreiwilligendienst (BFD) an den Start. Das soziale Bildungsjahr wurde nach der Aussetzung der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Ende des Zivildienstes geschaffen. „Für uns ist der Bundesfreiwilligendienst eine echte Erfolgsstory. Denn anders als beim Zivildienst können sich Männer und Frauen jeden Alters freiwillig sozial engagieren. Das passt zu 100 % zu den Grundsätzen des Roten Kreuzes“, erklärt Gerd Diesel, Vorstand des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe.

Für dieses soziale Engagement haben sich seit der Einführung bundesweit fast 400.000 Menschen entschlossen. Auch das DRK Münster ist Träger des BFD, hier engagierten sich 650 Freiwillige in rund 90 Einsatzstellen seit 2011.

Der Bundesfreiwilligendienst bietet ihnen die Chance, sich zu orientieren, neue Kompetenzen zu erwerben, Stärken auszubauen und bestehende einzubringen. Nicht wenige Freiwillige entscheiden sich nach ihrem Engagement für einen Beruf im sozialen Bereich: „Ich bin sehr froh, dass ich mich für einen Bundesfreiwilligendienst entschieden habe. Nachdem ich meinen BFD im Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Münster absolviert habe, arbeite ich dort nun als Rettungssanitäterin“, berichtet Franziska Böcker. „Man wird sehr gut in die Arbeit eingebunden und entwickelt sich persönlich weiter“, ergänzt Timo Bußmann, der aktuell einen BFD in der Jugendhilfe Werne macht und durch den DRK-Kreisverband Unna betreut wird.

„Die enge pädagogische Begleitung der Freiwilligen und der persönliche Kontakt zu ihnen sind uns sehr wichtig“, erläutert Frauke Sabat, Leiterin der Freiwilligendienste im Kreisverband Münster. „Da Präsenzveranstaltungen nicht möglich waren, wurden alle Seminare digitalisiert und den Freiwilligen somit ein Forum geboten, um sich auszutauschen“, berichtet Sabat von den besonderen Herausforderungen in der Corona-Zeit.

Die Bundesfreiwilligendienstleistenden machen - sowohl beim Roten Kreuz als auch bei allen anderen Trägern – eine tolle Arbeit. Mit ihrem Engagement sind sie eine wichtige Stütze der sozialen Arbeit.

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