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Workshopreihe

Matthias Utech
Fachbereich Migration

Integrationsagentur

Tel. 0160 9508 0463
matthias.utechdrk-muenster.de
WIRE: @m_utech_drkms

Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

"Vielfältige Lebenswelten – über Diversität sprechen"

Workshopreihe mit vier Veranstaltungen zwischen 16.09.2021 und 09.12.2021 (jeweils 16:30 bis 19:30 Uhr)

In Zusammenarbeit mit ESE e.V. geht unsere Workshop-Reihe zur Diversitätssensibilisierung in die nächste Runde. Ohne zu kulturalisieren und in die „Othering-Falle" zu tappen, wollen wir eurozentrische Selbstverständlichkeiten erschüttern, Normalitäten und Setzungen als gemacht und als das Ergebnis von Dominanz hinterfragen. Anspruch ist es, dem Spannungsfeld zwischen Diversitätsbewusstsein und Diskriminierungskritik kritisch zu begegnen.

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an unserer aktuellen Workshopreihe ein. Die Termine finden jeweils von 16:30 bis 19:30 Uhr im DRK-Haus, Zumsandestraße 25/27 in Münster, statt.  Falls eine Durchführung in Präsenz nicht möglich sein sollte, steigen wir auf ein digitales Format um. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung per E-Mail oder Telefon bei Matthias Utech.

  • Alle Veranstaltungen der Workshopreihe

    16.09.2021

    Erfolg und Misserfolg - klar definiert?

    Leider fällt der Auftaktworkshop aus!
    Falls es einen Ersatztermin geben wird, werden wir das rechtzeitig bekanntgeben!

    Schon Kindern in Deutschland wird vermittelt, dass Erfolg und Misserfolg über ihre – schulische und berufliche – Zukunft entscheiden. Doch ist persönlicher Erfolg in allen Gesellschafen ein erstrebenswertes Ziel? Welche Erwartungen hat die Gesellschaft an jede Einzelne/jeden Einzelnen? Wer oder was entscheidet zum Beispiel über die Berufswahl?

    In dem Workshop werden die Aspekte Erfolg und Misserfolg aus der Sicht unterschiedlicher Gesellschaften definiert. Dieser Perspektivenwechsel ermöglicht es, andere Einstellungen zu diesem Thema besser verstehen zu können, und gibt Anregungen zu der aktuell in Deutschland geführten Diskussion, was einen erfolgreichen Menschen ausmacht. Jetzt anmelden...

     

    21.10.2021

    Wer macht was wann? - Die Bedeutung von Arbeit

    Arbeit dient nicht nur der Sicherung des Lebensunterhalts, viele Menschen in Deutschland definieren sich über ihre Arbeit. Arbeit ist somit ein wichtiger Bestandteil des Lebens, Arbeitslosigkeit wird nach wie vor als Stigma empfunden. Arbeit zur Sicherung des Lebensunterhalts hat in allen Gesellschaften einen hohen Stellenwert. Doch die Bedeutung von Arbeit ist in den einzelnen Gesellschaften sehr unterschiedlich. Was wird als Arbeit verstanden? Welche Arbeitsteilung gibt es? Was gilt als Freizeit? Wie ist der Umgang mit den Kolleg*innen?

    Anhand dieser Fragen gibt der Workshop einen Einblick in das Arbeitsleben in unterschiedlichen Gesellschaften. Im Mittelpunkt dabei stehen Ursachen für Missverständnisse bei der Jobvermittlung oder bei der Arbeit in multikulturellen Teams. Jetzt anmelden...

     

    18.11.2021

    Gesundheit, Krankheit und Heilung - weltweit gleich?

    Weltweit gibt es nicht nur unterschiedliche Konzepte von Gesundheit und Krankheit, auch die Ursachen für gesundheitliche Beschwerden können sehr unterschiedlich sein. Welche Auswirkungen hat zum Beispiel der Böse Blick und welche Folgen kann ein Sturz haben? In allen Gesellschaften gibt es zudem Vorstellungen davon, was für eine Heilung notwendig ist. Neben bestimmten Nahrungsmitteln können es auch spezielle Zeremonien sein, die auf Menschen in Deutschland befremdlich wirken können. Im Gesundheitssystem in Deutschland führen diese unterschiedlichen Vorstellungen sehr oft zu Missverständnissen oder gar Konflikten.

    Der Workshop erläutert anhand von Beispielen, welche Vorstellungen es im Bereich Gesundheit, Krankheit und Heilung gibt und wie man mit diesen umgehen kann. Jetzt anmelden...

     

    09.12.2021

    Diskriminierung am Wohnungsmarkt

    Die Zugangschancen zum Wohnungsmarkt sind in unserer Gesellschaft ungleich verteilt. Diskriminierungslinien schaffen wirkmächtig Benachteiligungs- und Ausschlussmechanismen für Einzelne aber auch ganze Gruppen. Gleichzeitig bringen sie strukturelle Privilegien und Vorteile für die Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft hervor. Die tatsächliche oder unterstellte soziale Herkunft sowie die Zuschreibung von Fremdheit wirken sich auf die Wohnungssuche aber auch auf das Zusammenleben in der Nachbarschaft aus. Eine Rolle dabei spielen Bilder im Kopf, die den Umgang mit Menschen verschieden gelesener Herkunft beeinflussen.

    Der Workshop zur diversitätsbewussten Sensibilisierung stellt die Bedeutung von Stereotypen und Vorurteilen bei der Begegnung zwischen dem als „eigen“ und dem als „fremd“ gelesenen heraus. Zusammen mit den Fragen "Was ist Diskriminierung?" und "Worauf lässt sich Diskriminierung zurückführen?" werden Strategien und Gegenmaßnahmen im Umgang mit Diskriminierung unter dem Schwerpunkt Wohnen erarbeitet.

     

    Die Workshops finden auf Initiative der DRK-Integrationsagentur in Kooperation mit ESE (Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e. V.) statt und werden im Rahmen des Projekts "Zuhause finden" von der Stadt Münster unterstützt.


"Critical Whiteness und kritische Männlichkeit"

Online-Workshop: Fr., 19.11.2021  (10:00 bis 16:00 Uhr)

Die Integrationsagentur des DRK Münster bietet in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Münster einen Online-Workshop zum Thema "Critical Whiteness und kritische Männlichkeit. Was bedeutet Allyship?" mit Tuğba Tanyılmaz und Sven Woytek von I-Päd (Berlin) an.

Der Workshop wird via Zoom durchgeführt (Kamera und Mikrofon sind erforderlich).
 

  • Inhalte des Online-Workshops

    Sei es im Team, in der Hochschule, im Seminar, auf der Arbeit, in der pädagogischen Praxis oder im privaten Bereich – Rassismus und Sexismus sind überall präsent und oftmals doch unerkannt. Guter Wille allein reicht oft nicht aus, um diskriminierende Äußerungen oder Handlungen zu vermeiden. Um Rassismus und Sexismus zu erkennen und das eigene Verhalten zu ändern bzw.  Strukturen zu beeinflussen, müssen Menschen und vor allem weiße Cis-Männer ihre eigene Position reflektieren können. Gleichzeitig ist es wichtig, weiterhin reagieren und agieren zu können.

    Wichtig ist es hierbei Diskriminierung intersektional zu denken. Neben einer Mehrfachbetroffenheit von Diskriminierung gibt es folgerichtig auch die Mehrfachbevorteilung. Weiße Cis-Männer profitieren direkt von mehreren dominanten Machtlinien in unserer Gesellschaft und sind damit besonders privilegiert positioniert. Wie man diese besondere Machtposition nutzen kann, um den Betroffenen der Diskriminierungs-linien ein Verbündeter zu sein (Allyship), soll in diesem Workshop thematisiert werden. Rassismuskritik wird so auch sexismuskritisch, Homo- und Transphobie-kritisch etc. gedacht. Um einen solchen Reflexionsraum zu schaffen, ist es wichtig, weniger privilegierte Personen vor Verletzungen zu schützen. Der Workshop soll sich daher nur an weiße Cis-Männer richten.

    Geboten wird ein Ort für einen fachlichen Austausch der pädagogischen Praxis und Reflexion der eigenen Person, sowie der strukturellen und institutionellen Ebenen von Rassismus und Sexismus. In dem Workshop konzentrieren wir uns auf die Einführung zu dem Thema, sowie auf eine persönliche Auseinandersetzung.

    Die Schulungen soll sich vor allem an Fachkräfte richten, die sich bereits mit Themen von Diskriminierung, Anti-Rassismus / Critical Whiteness und Männlichkeit beschäftigt haben. In dem Workshop können die Teilnehmenden gezielte Kenntnisse rund um Thema »Diskriminierung, Rassismus, kritische Männlichkeit und Allyship« weiter sammeln und ausbauen. Die gesellschaftliche Realität wird hierbei als Einführung gegeben und schließlich der Zusammenhang zwischen ihren bereits existierenden Lehrmethoden bzw. Lehrinhalten und den fehlenden Inhalten hergestellt. Aufbau und fachliche Konkretisierungen orientieren sich an den Teilnehmenden.

    Des Weiteren bietet der Workshop auch eine Plattform für ausführliche Gespräche und Fragen aus dem pädagogischen/professionellen Alltag. Konkrete Fallbeispiele orientieren sich an der Wirklichkeit und geben die Möglichkeit, Erfahrungen aus der Praxis aufzugreifen, zu bearbeiten und zu verstehen. Die individuelle Gestaltung des Workshops ist durch eine offene Atmosphäre gekennzeichnet und beinhaltet praktische Methoden, die auch online funktionieren.

    In den digitalen Schulungen können bis zu 15 Personen teilnehmen. Anmeldungen bitte per E-Mail an: matthias.utechdrk-muenster.de