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DRK-Wohngemeinschaft Erphobogen

Die Wohngemeinschaft als Lebensort

In der häuslichen Versorgung kommen Angehörige, die demenziell veränderte Menschen pflegen, häufig an die Grenzen ihrer psychischen und physischen Belastbarkeit. Dies liegt insbesondere daran, dass der permanente Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf - auch in der Nacht - und nicht so sehr die körperliche Pflege im Vordergrund steht. Eine Hilfe durch pflegerische Versorgung von einem ambulanten Dienst hilft daher häufig nur sehr begrenzt weiter.

Auch deswegen sind demenzielle Veränderungen mit Abstand der häufigste Grund für die Aufnahme betroffener Menschen in eine vollstationäre Einrichtung. Viele dieser Pflegeeinrichtungen sind jedoch räumlich und strukturell vorwiegend an körperlich Pflegebedürftigen orientiert. Daher sind demenziell veränderte Menschen in diesen Einrichtungen oftmals überfordert und reagieren mit stressbedingten Verhalten wie Schreien, verstärkter Unruhe oder Umtriebigkeit. Ferner entsteht nicht selten ein großes Konfliktpotential, im Zusammenleben von geistig orientieren mit demenziell veränderten Menschen, das bis zu verbaler und tätlicher Aggressivität führen kann.

Die Wohngemeinschaft als alternative Versorgungsform, soll einen Lebensort für zwölf Menschen mit demenziellen Veränderungen bieten, die nicht mehr in der Lage sind, in ihrem bisherigen Umfeld zu bleiben. Sie mieten in der Wohngemeinschaft eine Wohnung sowie anteilige Gemeinschaftsflächen und leben so eigenständig wie möglich, in einem familienähnlichen Haushalt. In der Wohngemeinschaft steht nicht die pflegerische Versorgung, sondern ein begleitetes Alltagsleben im Vordergrund. Die Nutzer gestalten gemeinsam - mit Unterstützung von Angehörigen und den Alltagsbegleitern - ihren Tag und ihr Lebensumfeld.

In der Alltagsgestaltung steht die Beachtung des Lebensrhythmus der Nutzer im Fokus der Planung. Beispielsweise werden in einem Zeitkorridor individuelle Aufsteh- und Frühstückszeiten angeboten und realisiert. Das Angebot im Gemeinschaftsleben spielt sich vor allem in den gemeinschaftlich genutzten Räumen ab. Diese Aktivitäten strukturieren den Tagesablauf. Die Nutzer beteiligen sich, wenn sie können und wollen, an den alltäglichen Aktivitäten oder sie sitzen ganz einfach dabei und nehmen das Leben in ihrem Wohnumfeld auf. Der Rückzug in das individuelle Wohnumfeld ist jedem natürlich freigestellt.

So können demenziell veränderte Menschen aller Schweregrade in dem Wohnangebot angesprochen werden. Der ganz gewöhnliche Alltag mit seinen vertrauten Arbeits- und Bewegungsabläufen, Geräuschen und Gerüchen gibt Orientierung, Stimulation und einen sinnlich erfahrbaren Tagesrhythmus. Er ermöglicht eine bessere Orientierung in Raum und Zeit und sorgt damit für mehr persönliche Sicherheit und Wohlbefinden.

Der Standort...

Infos

Ansprechpartnerin

Katja Tükker

Tel: 0251 - 144 23 50
Fax: 0251 - 144 24 09

Adresse:
Bohlweg 55A
48147 Münster