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Suchdienst

Die Geschichte
Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs waren Millionen Deutsche vermisst oder von ihren Familien getrennt. Für Menschen aus der Kriegs- und Nachkriegsgeneration war der Suchdienst gleichbedeutend mit dem Deutschen Roten Kreuz. Unschätzbar sind die Verdienste jener, die sich der Millionen Suchenden und Gesuchten annahmen.

Suchdienst und Katastrophenschutz
Das Wirkungsfeld des Suchdienstes hat sich verändert, heute kommen die Ehrenamtlichen bei regionalen Katastrophen und Großschadensfällen zum Einsatz. Einsätze der letzten Jahre sind beispielsweise das Love Parade Unglück 2010 oder der Orkan Kyrill 2007. Denn wenn ein Unglück passiert, bei dem viele Menschen betroffen oder verunglückt sind, braucht man nicht nur Sanitäter, Ärzte und Betreuer. Denn die ganz normale Reaktion von Angehörigen und Freunde, die ihre Liebsten in diesem Unglücksfall wissen oder vermuten, ist folgende: Sie sorgen sich und möchten wissen, was passiert ist und ob es ihren Verwandten und Freunden gut geht: Sie rufen an. Sie versuchen es zunächst per Handy, doch Handynetze sind oft gerade dann überlastet.

Hier kommt der Suchdienst ins Spiel. Der Suchdienst wird bei Katastrophen und Großschadensfällen alarmiert und eingesetzt. Dazu wird eine telefonische Auskunftsstelle eingerichtet, die Suchanfragen der Bevölkerung registriert und beantwortet. Über ein computergestütztes System können die Suchdienst-Mitarbeiter Auskunft geben über Personen, die zuvor an der Einsatzstelle registriert wurden.

Die Ehrenamtlichen im Suchdienst treffen sich sechs Mal im Jahr, absolvieren Übungen, bilden sich weiter. Besondere Fähigkeiten oder Kenntnisse sind zunächst nicht erforderlich. "Von Vorteil sind grundlegende EDV-Kenntnisse und „keine Angst vorm Telefon",“ meint Anni Freund. „"Oft sind da große Emotionen im Spiel und die Angehörigen sehr aufgeregt. Da muss man einfach die Ruhe bewahren."“ Hilfreich sind neben guten Deutschkenntnissen weitere Sprachkenntnisse.

Die Suchdienstler treffen sich nicht nur zu Dienstabenden, sondern auch zu Übungen und Ausflügen, und heißen neue Mitstreiter herzlich willkommen.

Infos

Ansprechpartnerin

Anni Freund

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