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10. April 17

Wegbereiter und Helfer im FSJ: Projekte des DRK unterstützen junge Freiwillige mit Förderbedarfen

Sich ein Jahr lang freiwillig für andere Menschen einsetzen, in Berufsfelder reinschauen und etwas Gutes tun - mit dieser Motivation starten jährlich etwa 1.000 junge Menschen ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim DRK-Kreisverband Münster. Doch für einige Freiwillige ist dieser Dienst mit besonderen Hürden verbunden: So benötigen besonders Freiwillige, die als Geflüchtete aus dem Ausland einen Freiwilligendienst leisten, eine intensivere Begleitung im FSJ. Aber auch für junge Menschen aus schwierigen familiären oder sozialen Verhältnissen fehlt es häufig an zusätzlicher Unterstützung bei ihren Tätigkeiten. Der DRK-Kreisverband Münster unterstützt in zwei Projekten diese Freiwilligen auf ihrem Weg durch das Freiwillige Soziale Jahr.

Mitarbeiterinnen der Freiwilligendienste Münster v.l.n.r.: Alexandra Erdmann, Eva Werding, Anne Sondermann, Jessica Pohlmann

„Wir haben wahrgenommen, dass es immer mehr Freiwillige gibt, die aus verschiedenen Gründen eine intensivere Unterstützung benötigen“, erklärt Jessica Pohlmann, Leiterin des Projekts „Gemeinsames Lernen – zielgerichtet fördern“ bei den DRK-Freiwilligendiensten. „Durch das Projekt wollen wir besonders die jungen Menschen im FSJ fördern, die aus unterschiedlichen Gründen mehr Begleitung und Hilfestellung benötigen“. Kim hätte ohne diese Unterstützung wohl keine Ausbildungsstelle nach dem FSJ erhalten, sagt sie heute: „Ich wusste überhaupt nicht, wie es für mich nach dem FSJ weitergehen sollte“, sagt die 19-Jährige. „In den zusätzlichen Seminartagen sprachen wir dann viel über unsere Stärken und Schwächen und bereiteten uns gezielt auf Bewerbungen vor“. Durch die zusätzlichen Hilfen im Freiwilligen Sozialen Jahr konnte sie schließlich nach dem Freiwilligendienst eine Ausbildung in der Altenhilfe beginnen. „Für viele Freiwillige im FSJ ist diese Unterstützung eine große Hilfe“, sagt Jessica Pohlmann, „denn viele Freiwillige benötigen Hilfestellungen bei der Ausbildungsplatzsuche. Aber auch psychische Erkrankungen oder familiäre Belastungen sind Themen, die die FSJler und FSJlerinnen belasten. Wir unterstützen dann dabei, entsprechende Hilfen in Anspruch zu nehmen und vermitteln in weiterführende Beratungseinrichtungen“.

Auch Ousmane (24) aus dem Senegal wird durch ein Projekt bei den DRK-Freiwilligendiensten besonders unterstützt. Er flüchtete vor einem Jahr nach Deutschland und leistet nun für 12 Monate ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung ab. Im Projekt „Grenzgänger“ erhält er Unterstützung bei Behördengängen, Hilfen bei Verständigungsproblemen und eine feste Ansprechperson, wenn es mal zu Problemen in seiner Einsatzstelle kommt. Ein zusätzlicher Sprachkurs bereitete den jungen FSJler gut auf seine Tätigkeiten vor. „Ich habe durch das FSJ schon gute Einblicke in die Arbeitswelt bekommen“, lobt Ousmane das FSJ. Durch das Grenzgänger-Projekt im FSJ fand er den Weg in den Freiwilligendienst. Alexandra Erdmann von den DRK-Freiwilligendiensten betreut Ousmane im FSJ. „Durch eine enge Begleitung und Hilfestellungen wollen wir junge Geflüchtete dabei unterstützen, ihren Freiwilligendienst hier in Deutschland zu machen“, sagt sie. Insgesamt betreuen die DRK-Freiwilligendienste Münster derzeit 12 junge Geflüchtete aus 7 verschiedenen Ländern.

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