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17. Juni 19

Vorstandsvorsitzende Gudrun Sturm verabschiedet sich aus Münster nach Berlin: Acht Jahre erfolgreiche Rotkreuz-Arbeit

Acht erfolgreiche gemeinsame Jahre gehen am 30. Juni zu Ende: Seit April 2011 führte Gudrun Sturm den DRK-Kreisverband Münster e.V. zunächst als Kreisgeschäftsführerin und nach einer Satzungsreform im Herbst 2017 als Vorstandsvorsitzende. Zugleich war sie Geschäftsführerin der beiden gemeinnützigen GmbH, die 100%ige Töchter des DRK-Kreisverbandes sind. Ab Juli wird sie eine neue Aufgabe übernehmen, aber dabei dem Deutschen Roten Kreuz treu bleiben: als Vorstandsvorsitzende des DRK-Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz. Am Freitag wurde Sturm bei einer Feier mit rund 70 Gästen verabschiedet. Dabei würdigten sowohl die Präsidentin des Kreisverbandes Silke Schneider-Wild als auch der Vorstand des DRK-Landesverbandes Dr. Hasan Sürgit sowie Stadtdirektor Thomas Paal mit Grußworten ihre erfolgreiche Arbeit.



„In ihrer Amtszeit hat sie den Verband entscheidend weiterentwickelt und wirtschaftlich stabilisiert.“, erklärt die Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Silke Schneider-Wild.


Hatte das DRK zu Beginn ihrer Tätigkeit immerhin schon 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so sind es heute bereits 320. Viele davon arbeiten in den acht Münsteraner DRK-Kindertageseinrichtungen. Gerade dieser Fachbereich ist enorm gewachsen – von damals vier Kitas auf heute acht. Auch der Jahresumsatz des DRK Münster hat sich in den acht Jahren nahezu verdoppelt und lag im vergangenen Jahr bei 20 Mio. Euro.


„Acht Jahre in Münster haben mein Leben mitgeprägt“, stellt Gudrun Sturm fest. „Die Münsteraner Bürgerinnen und Bürger beeindrucken mich immer wieder, denn sie engagieren sich sehr für Ihre Stadt.“


Besonders prägend war für sie die Flüchtlingshilfe ab 2015. „Das Thema hat uns als Rotes Kreuz Schulter an Schulter mit den Verantwortlichen der Stadt arbeiten lassen: wir haben Notunterkünfte in Windeseile hergerichtet und dann gemeinsam mit den anderen Hilfsorganisationen über lange Zeit in einer ständig veränderlichen Lage betrieben. Über die akute Nothilfephase hinaus hat sich das DRK dieser Aufgabe mit Herzblut gewidmet und konnte so neue, zusätzliche Angebote und Beratungsstellen für Geflüchtete etablieren.“, so Sturm. Der Fachbereich Migration und Integration hat sich dadurch enorm ausgeweitet.


Die Eröffnung des DRK-Kleiderladens an der Wolbecker Straße im Jahr 2014 gehört ebenso zu den Meilensteinen der Geschäftsführung von Gudrun Sturm wie sein Umzug in ein deutlich größeres Ladenlokal im Jahr 2018. „Mit dem preisgünstigen Verkauf von gespendeter Kleidung in einem ansprechend gestalteten Modegeschäft, das allen Menschen offensteht, treffen wir auf eine sehr hohe Nachfrage und Akzeptanz.“, freut sich Sturm über diesen Erfolg.


2017 eröffnete das DRK am Erphobogen eine Kita und eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander – bisher einmalig in Münster. „Durch regelmäßige Treffen und gemeinsame Aktivitäten der Kinder mit den Bewohnern der WG bauen wir Beziehungen zwischen den Generationen auf.“, beschreibt Sturm das intergenerative Konzept beider Einrichtungen. Auch das Münsteraner DRK-Autismus-Therapiezentrum wurde erweitert und bietet seit 2018 mit einer weiteren Autismus-Ambulanz in Dülmen Therapie und Beratung auch für Betroffene aus dem Kreis Coesfeld an.


Inzwischen fünf Jahre zurück liegt die Starkregen-Katastrophe mit der Überflutung zahlreicher Straßen, Keller und Wohnungen in Münster. Auch für das DRK und Gudrun Sturm bleiben die Eindrücke unvergessen: „Nicht nur der akute Katastrophenschutz-Einsatz unserer Ehrenamtlichen, die Betroffene evakuiert und vielfältige Hilfe geleistet haben, sondern ganz besonders die Bautrockner-Aktion bleibt mir für immer im Gedächtnis.“, so Sturm. 300 Bautrockner und 400 Hochleistungslüfter hatte das DRK als Hilfe zum Trocknen von Wohnungen und Kellern Münsteraner Privathaushalten leihweise zur Verfügung gestellt. Die Geräte kamen vom DRK-Bundesverband aus Berlin. Die enge und pragmatische Zusammenarbeit mit der Stadt Münster zeigte sich hier ganz besonders, denn die Geräte wurden zunächst kurzfristig in mehreren Hallen der Feuerwache 1 am Yorkring eingelagert und dann durch ehrenamtliche Rotkreuzler im Hof der Feuerwache an die Abholenden ausgegeben. „Wir konnten dank unseres starken Gesamtverbandes aktiv den Menschen in Münster helfen.“, erinnert sich die Vorstandsvorsitzende.


Die Herausforderungen der Zukunft – weiter gute soziale Arbeit für Münster zu leisten, dafür immer genug qualifizierte Haupt- und Ehrenamtliche zu finden und den Verband auch künftig wirtschaftlich stabil zu führen – liegen ab Juli zunächst in der Hand des bislang zweiten Vorstands Thorsten Basler, bis eine neue Vorsitzende oder ein neuer Vorsitzender gefunden ist.


„Wir danken Gudrun Sturm für ihr engagiertes und erfolgreiches Wirken während der vergangenen acht Jahre. Wir freuen uns darüber, dass sie dem Deutschen Roten Kreuz an anderer Stelle – in Berlin – erhalten bleiben wird, und wünschen ihr für die Zukunft viel Erfolg!“, verabschiedet sie die Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Münster Silke Schneider-Wild.

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