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Foto: Internationales Rotkreuz-Museum

Das Deutsche Rote Kreuz

Vor über 150 Jahren hat Henry Dunant (1828 - 1910) den Rotkreuzgedanken ins Leben gerufen. Aus der spontanen, menschlichen Reaktion Dunants auf die Schlacht von Solferino ist zunächst eine Idee und dann eine weltweite Bewegung entstanden. 1859 wurde er auf einer Reise zufällig Zeuge der Schlacht von Solferino, die fast 40 000 Tote und Verwundete hinterliess. Erschüttert organisierte er Freiwillige aus der Bevölkerung, die die Verwundeten so gut wie möglich pflegten und versorgten – ohne nach ihrer Herkunft zu fragen, allein nach dem Maß der Not. Mehr Informationen...

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung

Fünf Personen gründeten 1863 in Genf ein Komitee - das spätere Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Schon im gleichen Jahr enstanden in 17 Ländern nationale Komitees zum Schutz verwundeter Soldaten. Als Schutzzeichen wurde das „weisse Banner mit Purpurkreuz“ bestimmt – die farbliche Umkehrung der Schweizer Flagge. Später wurde der Rote Halbmond als gleichbedeutendes Schutzzeichen eingeführt. Seit 2007 ergänzt der Rote Kristall das Rote Kreuz und den Roten Halbmond. Die Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Das Humanitäre Völkerrecht (Die Genfer Abkommen)

Am 22. August 1864 wurde das erste Genfer Abkommen verabschiedet – als erster völkerrechtlicher Vertrag, der den Schutz von Verwundeten, die Neutralität des Sanitätspersonals und das Rote Kreuz als Schutzzeichen zum Gegenstand hat. In den folgenden 150 Jahren wurde das Recht wegen sich kontinuierlich wandelnder Waffentechnologie und veränderter Methoden der Kriegsführung immer wieder an die neuen Herausforderungen angepasst. Die heute geltenden vier Genfer Abkommen von 1949 und die beiden Zusatzprotokolle von 1977 sind das Kernstück des humanitären Völkerrechts. Sie schützen Menschen vor Grausamkeit und Unmenschlichkeit in Kriegssituationen.

Die Nationalen Gesellschaften

Die Rotkreuz-Idee verbreitete sich in den folgenden Jahren weltweit. 1919 schlossen sich die nationalen Gesellschaften zur "Internationalen Liga der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften" zusammen; 1991 wurde die Bezeichnung "Liga" durch "Föderation" ersetzt. Heute gibt es 186 nationale Gesellschaften vom Roten Kreuz und vom Roten Halbmond, also in fast allen Staaten der Erde. Details...

Das Deutsche Rote Kreuz

Schon 1863 entstand der (Württembergische) Sanitätsverein als erste Nationale Rotkreuzgesellschaft. 1866 gründete Königin Augusta von Preußen den Vaterländischen Frauenverein. 1869 schlossen sich die bestehenden zwölf deutschen Landesvereine vom Roten Kreuz als "Centralkomité der deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger" mit Sitz in Berlin zusammen. 1879 benannte sich die Dachorganisation um in "Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz". 1898 gab es schon 26 deutsche Landesvereine. www.drk.de

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