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Podiumsdiskussion „Was schützt uns vor Diskriminierung?“

In einem großen Raum sitzen viele Menschen in Sitzreihen. Vor ihnen sitzen mehrere Personen auf einem Podium.
Eine Frau und ein Mann sitzen auf einem Sofa, der Mann hat ein Mikrofon in der Hand. Vor ihnen steht ein Holztisch mit Getränken.
Gruppenbild von sechs Personen in einem großen Raum. Vor ihnen steht ein kleiner Holztisch mit Getränken, im Hintergrund sind schwarze Vorhänge und Scheinwerfer zu sehen.

DRK-Antidiskriminierungsberater Mohamed Kouras war am 26. März bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zum Thema „Was schützt uns vor Diskriminierung?“ als Experte auf dem Podium. Die gut besuchte Veranstaltung fand im Stadtteilhaus Lorenz Süd statt und wurde von den Grünen Münster organisiert. 

Ausgehend von der zentralen Frage, warum Diskriminierung im Alltag trotz bestehender Rechte weiterhin so präsent ist, diskutierten Dr. Zübeyde Duyar (Juristin im ADA-NRW und Rechtsanwältin für Asylrecht), Medya Mustafa (Antidiskriminierungsberaterin bei ADA-NRW/Caritas Münster und GRÜNE Ratsfrau) sowie Mohamed Kouras (Antidiskriminierungsberater bei ADA-NRW/DRK Münster und Trainer bei CrossPäd e.V.). Die Moderation übernahm Dr. Linda Supik, die die Diskussion klar strukturierte und zugleich Raum für Perspektiven aus dem Publikum eröffnete.

Im Mittelpunkt standen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und die Frage, warum seine Schutzmechanismen in der Praxis oft schwer durchzusetzen sind. Gleichzeitig wurde das geplante Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) als mögliche Weiterentwicklung eingeordnet und kritisch diskutiert.

Die Veranstaltung war geprägt von einem sehr aktiven Publikum, das zahlreiche Fragen stellte und eigene Erfahrungen einbrachte. Auch die konkrete Antidiskriminierungsberatung in Münster wurde thematisiert – sowohl ihre wichtige Rolle für Betroffene als auch bestehende strukturelle Herausforderungen.

Insgesamt wurde deutlich, dass rechtliche Instrumente allein nicht ausreichen, sondern es weiterhin Aufklärung, niedrigschwellige Beratung und politischen Willen braucht, um Diskriminierung wirksam zu begegnen.