kreuz-halbmond.png Foto: Internationales Rotkreuzmuseum Genf
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Geschichte des DRK

Das Deutsche Rote Kreuz

Vor über 150 Jahren hat Henry Dunant (1828 - 1910) den Rotkreuzgedanken ins Leben gerufen. Aus der spontanen, menschlichen Reaktion Dunants auf die Schlacht von Solferino ist zunächst eine Idee und dann eine weltweite Bewegung entstanden. 1859 wurde er auf einer Reise zufällig Zeuge der Schlacht von Solferino, die fast 40 000 Tote und Verwundete hinterliess. Erschüttert organisierte er Freiwillige aus der Bevölkerung, die die Verwundeten so gut wie möglich pflegten und versorgten – ohne nach ihrer Herkunft zu fragen, allein nach dem Maß der Not. Mehr Informationen...

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  • Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung

    Fünf Männer gründeten 1863 in Genf ein Komitee - das spätere Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Schon im gleichen Jahr enstanden in 17 Ländern nationale Komitees zum Schutz verwundeter Soldaten. Als Schutzzeichen wurde das „weisse Banner mit Purpurkreuz“ bestimmt – die farbliche Umkehrung der Schweizer Flagge. Später wurde der Rote Halbmond als gleichbedeutendes Schutzzeichen eingeführt. Seit 2007 ergänzt der Rote Kristall das Rote Kreuz und den Roten Halbmond.

    Hier finden Sie mehr über die Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

  • Die Nationalen Gesellschaften

    Die Rotkreuz-Idee verbreitete sich in den folgenden Jahren weltweit. 1919 schlossen sich die nationalen Gesellschaften zur "Internationalen Liga der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften" zusammen; 1991 wurde die Bezeichnung "Liga" durch "Föderation" ersetzt. Heute gibt es 186 nationale Gesellschaften vom Roten Kreuz und vom Roten Halbmond, also in fast allen Staaten der Erde. Zur Förderation...

  • Das Deutsche Rote Kreuz

    Schon 1863 entstand der (Württembergische) Sanitätsverein als erste Nationale Rotkreuzgesellschaft. 1866 gründete Königin Augusta von Preußen den Vaterländischen Frauenverein. 1869 schlossen sich die bestehenden zwölf deutschen Landesvereine vom Roten Kreuz als "Centralkomité der deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger" mit Sitz in Berlin zusammen. 1879 benannte sich die Dachorganisation um in "Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz". 1898 gab es schon 26 deutsche Landesvereine. www.drk.de

  • Seit 1907 in Münster - Bunter als gedacht!

    1907 wurde in Münster die „Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz“ gegründet. Sie entstand natürlich nicht aus dem nichts, es gab seit Ende des 19. Jahrhunderts bereits den "Kriegerverein", dessen Mitglieder sich verpflichtet hatten, im Kriegsfalle Sanitätsdienst zu leisten. Und auch der „Vaterländische Frauenverein“, der sich erst viel später (1946) in „Bereitschaft (w)“ umbenennen sollte und mit unter das Dach des Kreisverbands rückte, existierte schon eine Weile vorher.

    Der Schwerpunkt der Arbeit lag zunächst in der Versorgung von verwundeten Soldaten im Kriegsfall, aber auch die Zusammenführung von Familien durch den Suchdienst war eine wesentliche Aufgabe. Die rein ehrenamtliche Arbeit erhielt schnell ein ziviles Gepräge. So wurde der Sanitätsdienst über Jahrzehnte an zentralen Ereignissen und Orten wie dem Bahnhof, der Halle Münsterland, dem Preußen Stadion, dem KÜ (Kanalüberführung), dem Aasee, beim Karneval und Send - um nur einige wenige Klassiker zu nennen – engagiert durchgeführt. Ein Unterschied zur heutigen Arbeit war insbesondere die Kommunikation. Ohne Funk mussten per Motorradkurier dringende Nachrichten übermittelt werden. Das Jugendrotkreuz wurde beispielsweise ab 1926 aufgebaut und erfreute sich großer Beliebtheit. In diesem Zusammenhang ist auch die Stadtranderholung zu sehen, die seit 1953 sehr erfolgreich angeboten wurde.

    Die Entwicklung hin zu einem modernen Unternehmen der Sozialwirtschaft kam nicht über Nacht, sie hat Jahrzehnte gedauert. Genau wie die Aufgaben erst mit der Zeit genauer definiert und verbreitert wurden, musste auch die Geschäftsstelle zunächst ihren Platz in der Stadt finden. Von der ehemaligen Raphaelsklinik (heute: Stubengasse) über die Salz- und Brockhoffstraße in die Zumsandestraße. Und auch hier war man lange Zeit „ohne festen Wohnsitz“, d.h. teilweise in so genannten Baracken untergebracht. Diese Baracken, auch „Ungarn-Baracken“ genannt, hatte auf indirektem Weg der Ungarn-Aufstand von 1956 dem Roten Kreuz beschert. Damals waren beim DRK enorme Spenden, auch Kleiderspenden, für die Ungarn-Flüchtlinge eingegangen. Und diese Sachspenden mussten nun irgendwo gelagert und an die Flüchtlinge ausgegeben werden. Dazu baute der Landesverband an der Zumsandestraße Baracken auf, die noch bis Anfang der 1980er Jahre vom Kreisverband genutzt wurden. 1982 wurde dann neben dem Altbau auch ein Neubau an der Zumsandestraße eröffnet und die Baracken waren nur noch Geschichte.

    In der Zwischenzeit war 1967 die „Haus- und Pflegestation“ – heute der ambulante Pflegedienst – an den Start gegangen. Den DRK-Hausnotrufdienst gibt es in Münster seit 1986. In diesem Jahr bekam auch das Katastrophenschutzzentrum eine neue Bleibe am Kesslerweg. Heute wird von dort aus auch der Krankentransport und Rettungsdienst koordiniert. Das Autismus-Therapiezentrum gründete sich 1987, die Ärztliche Kinderschutzambulanz 1992 und das Freiwillige Soziale Jahr 1997.