Drei junge Frauen in blauen Kasacks sitzen mit zwei älteren Frauen am Tisch beim KartenspielenFoto: M. Liedtke, FH Münster

StudiPUK

Handeln. Helfen. Resilienz zeigen.
Pflegeunterstützung im Bevölkerungsschutz

Handeln. Helfen. Resilienz zeigen. 
StudiPUK verbindet Pflege, Studium und Bevölkerungsschutz. Studierende werden zu Pflegeunterstützungskräften qualifiziert und können ihre Kenntnisse zusätzlich im Bevölkerungsschutz des DRK einbringen.

Was ist StudiPUK?

StudiPUK steht für Studierende Pflegeunterstützungskräfte. Das Projekt wurde von der FH Münster gemeinsam mit dem DRK-Landesverband Westfalen-Lippe entwickelt, erprobt und wissenschaftlich begleitet. Die Idee knüpft an die frühere Ausbildung von Schwesternhelferinnen an, überträgt diesen Ansatz jedoch auf die heutige Lebens- und Ausbildungswelt von Studierenden.

Im Rahmen einer speziell entwickelten Qualifizierung lernen die Studierenden, pflegerische Unterstützung unter Anleitung einer examinierten Pflegefachkraft zu leisten. Dabei geht es um klar definierte Tätigkeiten und eine sichere Abgrenzung zu Aufgaben, die ausschließlich Pflegefachkräften vorbehalten sind.

Was machen Pflegeunterstützungskräfte?

StudiPUKs arbeiten immer unter der Anleitung und Verantwortung einer examinierten Pflegefachkraft. Sie unterstützen beispielsweise bei:

  • der Unterstützung bei der Grundpflege
  • der Versorgung und Betreuung von Patient*innen
  • der Kommunikation und Begleitung
  • der Ausgabe und dem Anreichen von Mahlzeiten
  • der Kontrolle von Vitalzeichen
  • der Dokumentation

Pflegekompetenz für den Bevölkerungsschutz

Eine besondere Perspektive erhält StudiPUK durch die Verbindung mit dem Bevölkerungsschutz. In Krisen und größeren Schadenslagen können pflegerische Bedarfe entstehen, die über die regulären Strukturen hinausgehen. Gleichzeitig stehen im Bevölkerungsschutz zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen mit unterschiedlichen Qualifikationen zur Verfügung. StudiPUK verbindet diese Bereiche: Studierende bringen ihre pflegerischen Kompetenzen in die Strukturen des DRK ein und können damit künftig auch den Bevölkerungsschutz unterstützen.

Beim DRK-Kreisverband Münster wird dafür ein entsprechender ehrenamtlicher Rahmen geschaffen. Dazu gehören unter anderem die Einbindung in die Alarmierungsstrukturen, Versicherungsschutz, Ausstattung sowie die Anbindung an die Rotkreuz-Gemeinschaften.

Von der Qualifizierung zur gemeinsamen Praxis

StudiPUK soll nicht bei der Ausbildung enden. Gemeinsam mit der FH Münster sind regelmäßige Fortbildungen, Übungen und Evaluationen vorgesehen. Dabei geht es auch darum, Erfahrungen aus der Praxis zu nutzen: Wie kann pflegerische Unterstützung im Bevölkerungsschutz sinnvoll organisiert werden? Welche Strukturen braucht es? Und wie können die unterschiedlichen Kompetenzen von Pflege, Ehrenamt und Bevölkerungsschutz bestmöglich zusammenwirken? So entsteht Schritt für Schritt ein Ansatz, der weiterentwickelt und an die Anforderungen des Bevölkerungsschutzes angepasst werden kann.

StudiPUK beim DRK-Kreisverband Münster

Der DRK-Kreisverband Münster hat sich entschieden, StudiPUK in seine Strukturen zu integrieren und damit die Verbindung von Pflege, Ehrenamt und Bevölkerungsschutz weiter auszubauen. Mit StudiPUK entsteht damit ein neues Element innerhalb des Bevölkerungsschutzes: Pflegekompetenz wird dort nutzbar, wo Menschen in besonderen Situationen Unterstützung brauchen.

Mehr über die wissenschaftliche Entwicklung von StudiPUK:

FH Münster – StudiPUK

Lea Hoffmann
Ehrenamtskoordination

Stabsstelle

Tel. 0251 3788-80
lea.hoffmann@drk-muenster.de

Cheruskerring 19
48147 Münster